Erbschaftssteuer Freibeträge 2012 (Tabelle)

Erbschaftssteuer Freibeträge 2012 Tabelle – Die folgende Tabelle zeigt Ihnen eine Übersicht über den Erbschaftssteuer-Freibetrag 2012/2013. Die angegebenen Beträge sind jeweils abhängig von der Steuerklasse und auch vom Verwandtschaftsverhältnis. 

Es werden zum Beispiel Ehegatten, Kinder, Enkelkinder, Eltern, Großeltern, Onkel, Tanten oder Lebenspartner teilweise unterschiedlich behandelt.

Die angegebenen Freibeträge in unserem Überblick sind Grundlage für die Berechnung der Erbschaftssteuer bei Immobilien (Haus wie Einfamilienhaus oder andere Gebäude) in Deutschland. Bitte lesen Sie sich aber auch die darunter genannten zusätzlichen Bedingungen durch, wann eine Vererbung steuerfrei sein kann.

Tabelle: Freibeträge Erbschaftssteuer (Stand 2012/2013)
Steuerklasse Verwandtschaftsverhältnis  Erbschaftssteuerfreibetrag (Euro)
I Ehegatte 500.000,00 €
Kinder, Stiefkinder, Kinder verstorbener Kinder und Stiefkinder 400.000,00 €
Enkelkinder 200.000,00 €
Eltern und Großeltern bei Erbschaften 100.000,00 €
II Eltern und Großeltern bei Schenkungen
Geschwister, Neffen und Nichten
Stiefeltern, Schwiegereltern
Geschiedene Ehegatten
20.000,00 €
III Übrige Beschenkten und Erwerber wie Tanten und Onkel, Zweckzuwendungen 20.000,00 €
III gleichgeschlechtlicher Lebenspartner bei eingetragener Lebenspartnerschaft 500.000,00 €

 

 

Erbschaftssteuersatz 2012

Erbschaftssteuersatz 2012 Tabelle – Die nächste Tabelle zeigt die Erbschaftssteuersätze für 2012, abhängig von der Höhe und der Steuerklasse. Angegeben sind die Steuersätze für die Steuerklasse I, für Steuerklasse II und für Steuerklasse III.

Tabelle: Erbschaftssteuersätze (Stand 2012/2013)
Steuerpflichtiger Erwerb Steuerklasse I Steuerklasse II Steuerklasse III
75.000,00 €  7 % 30 % 30 %
300.000,00 €   11 % 30 % 30 %
600.000,00 €   15 % 30 % 30 %
6.000.000,00 €   19 % 30 % 30 %
13.000.000,00 €   23 % 50 % 50 %
26.000.000,00 €   27 % 50 % 50 %
über 26.000.000,00 €   30 % 50 % 50 %

Rechtsgrundlagen

Rechtsgrundlagen für die Erbschaftsteuer sind das Erbschaftsteuergesetz (ErbStG), das Schenkungsteuergesetz und die Erbschaftsteuer-Durchführungsverordnung. Die Bewertung des überlassenen Vermögens richtet sich, soweit nicht anders bestimmt, nach dem ersten Teil des Bewertungsgesetzes.

Jedem unbeschränkt steuerpflichtigen Erwerber steht nach § 2 Abs. 2 Nr. 1 ErbStG ein persönlicher Freibetrag zu, der für einen Erwerb wegen Tod und auch für Schenkungen unter Lebenden gilt. Der Schenkungsfreibetrag kann alle 10 Jahre erneut genutzt werden.

Steuerbefreiung bei selbstgenutztem Wohnraum

Bei Vererbung oder Schenkung von selbstgenutztem Wohnraum, der in Deutschland, einem Mitgliedsland der EU oder einem Staat des Europäischen Wirtschaftsraums liegt, ist unter bestimmten Voraussetzungen nach § 13 Abs. 4 ErbStG dieser Erwerb von der Steuer befreit. Die Behandlung der Vererbung von selbstgenutztem Wohnraum war ein Kernstück der Erbschaftsteuerreform 2008.

Schenkung an Ehegatten oder Lebenspartner

Schenkungen als Zuwendungen von bebauten Grundstücken unter Lebenden an den Ehegatten oder Lebenspartner sind steuerfrei, wenn

  • sich in dem Gebäude eine Wohnung zu eigenen Wohnzwecken als Familienheim befindet oder wenn
  • mit der Schenkung der Gatte oder Partner von Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Anschaffung oder Herstellung des Familienheims freigestellt wird.

Dies gilt auch, wenn nachträgliche Herstellungskosten oder Erhaltungskosten hinsichtlich des gemeinsamen oder dem übertragenden Teil gehörenden Gebäudes vom Erben getragen wurden (§ 13 Abs. 1 Nr. 4a ErbStG).

Vererbung an Ehegatten oder Lebenspartner

Bei der Vererbung eines oben beschriebenen Grundstücks, in dem der Erblasser bis zu seinem Tod eine Wohnung bewohnt hat oder bei dem er aus zwingenden Gründen an einer Selbstnutzung gehindert war, bleibt der Erwerb steuerfrei,

  • wenn die Wohnung des Weiteren durch den erwerbenden Ehegatten oder Lebenspartner unverzüglich zur Bewohnung (Familienheim) bestimmt ist und wenn
  •  der Erwerber diese Selbstnutzung mindestens zehn Jahre lang aufrechterhält.

Unschädlich ist, wenn der Erbe an einer solchen Nutzung aus zwingenden Gründen gehindert ist, weil er zum Beispiel in ein Pflegeheim muss (vgl. § 13 Abs. 1 Nr. 4b ErbStG).

Vererbung an Kinder oder Enkel

Kinder oder Enkel, wenn sie vorher versterben, sind unter den gleichen Voraussetzungen wie Ehegatten oder Lebenspartner bei einem ererbten bebauten Grundstücks von der Erbschaftsteuer befreit, wenn sie die Selbstnutzung unverzüglich aufnehmen und wenn zugleich die Wohnfläche der Wohnung 200 m² nicht übersteigt (§ 13 Abs. 1 Nr. 4c ErbStG).

Alle Angaben sind ohne Gewähr. Bitte fragen Sie Ihren Steuerberater oder Rechtsanwalt. Stand: August 2012.

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