AfA Tabelle Auto PKW 2012 2013 (Abschreibungstabelle Fahrzeuge, Nutzungsdauer, Abschreibung)

Abschreibung Pkw/Auto 2012/2013 – Die AfA Tabelle für Fahrzeuge (Auto und PKW- Abschreibungstabelle) wurde als Abschreibung für Fahrzeuge vom BMF gemäß einer Veröffentlichung im Jahr 1992 separat geregelt, wie ganz unten beschrieben. Für 2011, 2012 und 2013 gilt jedoch wohl folgende neuere Regelung:

 1 .Neuwagen

Um die Abschreibung (AfA) pro Jahr zu ermitteln, verteilt man die Anschaffungskosten für den Pkw einschließlich Kosten von Zubehör, Sonderausstattung, Mehrwertsteuer und Überführung sowie einschließlich Kfz-Brief und Zulassung auf die voraussichtliche Nutzungsdauer des Fahrzeugs.

a) Normale Nutzungsdauer

Die Finanzverwaltung setzt für neue Pkw (Neuwagen) bei Anschaffung nach dem 1.1.2001 eine Nutzungsdauer und eine Abschreibungsdauer von generell sechs Jahren an, bei Anschaffung vor dem 1.1.2001 von fünf Jahren. Damit gilt ein fester AfA-Satz von 16,7 % bzw. 20 % gemäß BMF-Schreiben vom 15.12.2000, BStBl. 2000 I S. 1532.

b) Kürzere Nutzungsdauer

Eine kürzere AfA-Dauer als sechs Jahre ist aber bei hoher Fahrleistung möglich gemäß H 9.5 Einzelnachweis LStH 2008. Eine hohe Fahrleistung ist bei einer durchschnittlichen Jahresfahrleistung von deutlich über 40.000 km anzunehmen nach dem BFH-Urteil vom 26.7.1991, BStBl. 1992 II S. 1000.

Wenn Sie für einen älteren Pkw erstmalig den tatsächlichen Kilometer-Kostensatz ermitteln, dann müssen Sie die ursprünglichen Anschaffungskosten auf die Nutzungsdauer verteilen, die auch die Zeit vor der Ermittlung beinhaltet. Als Abschreibung (AfA) ist nur derjenige Anteil abziehbar, der auf die Zeit nach dieser Ermittlung entfällt.

c) Sonderausstattung

Zur Sonderausstattung gehört zum Beispiel auch ein Navi (Navigationsgerät) gemäß dem BFH-Urteil vom 16.2.2005, VI R 37/04, DStR 2005 S. 1135 sowie eine Diebstahlsicherung nach einer Verfügung der OFD Berlin vom 11.4.2003, DStR 2003 S. 1297. Ein Autotelefon gehört nicht zur Sonderausstattung gemäß R 8.1 Abs. 9 Nr. 1 Satz 6 LStR 2008.

2. Gebrauchtwagen

a) Restnutzungsdauer

Bei Gebrauchtwagen legt man die Restnutzungsdauer zugrunde gemäß H 9.5 Einzelnachweis LStH 2008. Die Restnutzungsdauer kann man selbst schätzen. Man muss dabei aber Alter, Zustand und auch die Art der voraussichtlichen Nutzung des Fahrzeugs berücksichtigen gemäß BMF-Schreiben vom 28.5.1993, BStBl. 1993 I S. 483 Tz. 2.

Wenn es sich um einen Jahreswagen handelt, dann legen Sie im Normalfall eine Restnutzungsdauer von fünf Jahren zugrunde. Wenn ein Gebrauchtwagen bei Anschaffung bereits acht Jahre alt ist, kann dies für den Käufer noch einen abzuschreibenden Nutzenvorrat haben gemäß dem BFH-Beschluss vom 17.4.2001, BFH/NV 2001 S. 1255.

b) Vereinfachungsregel

Im Jahr des Kaufs und Verkaufs des PkW darf man die AfA nur zeitanteilig abziehen. Dies bedeutet, dass einschließlich des Anschaffungsmonats pro Monat 1/12 der Jahres-AfA anzusetzen ist (§ 7 Abs. 1 Satz 4 EStG).

Für eine Anschaffung ab 2004 wurde die bisherige Vereinfachungsregel mit einer vollen Jahres-AfA bei einem Kauf im ersten Halbjahr und einer halben Jahres-AfA bei einem Kauf im zweiten Halbjahr abgeschafft. Eine “Anschaffung” liegt bei einem Fahrzeug im Zeitpunkt der Übergabe durch den Händler vor.

c) Verkauf des Gebrauchtfahrzeugs

Bei einem Verkauf des Autos kann der Restbuchwert des Fahrzeugs jedoch nicht als außergewöhnliche Abschreibung (AfaA) im Rahmen der Werbungskosten abgezogen werden. Den Verkaufserlös eines Privat-Pkw darf man steuerfrei vereinnahmen. Diese Regelung ist im Gegensatz zum Verkaufserlös bei einem Betriebs-Pkw  als Firmenwagen entsprechend dem BFH-Urteil vom 15.5.1981, VI R 66/78, BStBl. 1981 II S. 735.

Das Finanzamt darf daher den Verkaufserlös nicht auf die Anschaffungskosten Ihres neuen Pkw anrechnen und dabei nur die entsprechend verminderten Anschaffungskosten der neuen Abschreibung zugrunde legen. Dies regelt ein BMF-Schreiben vom 28.5.1993, BStBl. 1993 I S. 483 Tz. 1.

Frühere Regelung in den AfA-Tabellen

In den AfA-Tabellen wurde die Abschreibung geregelt, wie nachfolgend beschrieben. Diese Feststellungen wurden jedoch die oben beschriebenen Regelungen ersetzt, sie sind insoweit überholt. Da diese Tabelle von BMF jedoch nach wie vor bereitgestellt wird, gehen wir auf diese dennoch ein:

1 .Neuwagen

Für Pkw und Kombifahrzeuge, die nach dem 31. Dezember 1992 erstmals zugelassen worden sind, nimmt man grundsätzlich eine Nutzungsdauer von fünf Jahren an. Bei Autos sei es daher nicht zu beanstanden, wenn der Steuerpflichtige den Absetzungen für Abnutzung keine längere als die genannte fünfjährige Nutzungsdauer zugrunde legt. Eine Nutzungsdauer von 5 Jahren ist daher im Normalfall angemessen.

Bei einer hohen Fahrleistung kann jedoch auch eine kürzere Nutzungsdauer für das Fahrzeug anerkannt werden. Die Absetzungen für Abnutzung seien hierbei weder zu kürzen noch zu versagen, wenn sich bei einen Verkauf des Fahrzeugs (Weiterveräußerung) herausstellt, daß die Absetzungen für Abnutzung den tatsächlichen Wertverzehr überschritten haben.

2. Gebrauchtwagen

Den Absetzungen für Abnutzung bei Kraftfahrzeugen, die im Zeitpunkt der Anschaffung nicht neu gewesen sind, legt man die entsprechende Restnutzungsdauer zugrunde. Dies bedeutet, daß wiederum grundsätzlich eine Restnutzungsdauer von höchstens fünf Jahren anzunehmen ist. Sie ist aber in jedem Einzelfall unter Berücksichtigung aller Umstände zu schätzen. Diese betreffen Alter, Beschaffenheit und voraussichtlichen Einsatz des Kraftfahrzeugs.

3. Nicht ausgeschöpfte Absetzungen für Abnutzung

AfA-Beträge, die bei Anwendung des Abschnitts 38 Abs. 1 Satz 5 LStR 1990 unter Annahme einer achtjährigen Nutzungsdauer im Verhältnis zur jetzt geltenden fünfjährigen Nutzungsdauer nicht ausgeschöpft worden sind, können bei der Veranlagung zur Einkommensteuer (in der Veröffentlichung: für 1992) berücksichtigt werden.

Es sei jedoch nicht zu beanstanden, wenn der Steuerpflichtige die bisher nicht ausgeschöpften Absetzungen für Abnutzung bereits bei der ersten noch offenen Veranlagung nachholt. Die Nachholung von AfA-Beträgen setze aber voraus, daß der Steuerpflichtige die tatsächlichen Gesamtkosten seines Fahrzeugs seinen steuerlich zu berücksichtigenden Fahrtkosten zugrunde gelegt hat. Wenn er die Fahrtkosten mit einem pauschalen Kilometersatz angesetzt hat, kommt eine Nachholung von AfA- Beträgen nicht in Betracht.

Angaben sind ohne Gewähr.

Quelle: Bundesministerium der Finanzen (BMF), VV DEU BMF 1993-05-28 IV B 6-S 2353-37/93 Fassung vom 28.05.1993

BStBl-Fundstelle: BStBl I 1993, 483

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