Abschreibung Gebäude AfA 2013 lineare degressive Abschreibung Immobilien (AfA-Tabelle 2012)

Abschreibung Gebäude (AfA 2013) – Der Ausgangspunkt der Berechnung für lineare oder degressive Gebäude-Abschreibung sind die Anschaffungskosten oder Herstellungskosten der Immobilie. Für die Höhe des Abschreibungssatzes unterscheidet man zum Beispiel, ob das Gebäude zum Betriebsvermögen oder zum Privatvermögen gehört und ob die Immobilie zu gewerblichen Zwecken oder zu Wohnzwecken vorgesehen ist.

Nicht zur Bemessungsgrundlage der Absetzung für Abnutzung gehören anteilige Grundstückskosten. Die Kosten auf die Einheit von Grundstück und Gebäude sind aufzuteilen.

Beginn

Die Abschreibung beginnt, sobald das Gebäude angeschafft wurde oder hergestellt worden ist und damit die Fertigstellung erfolgt ist.

Lineare oder degressive Abschreibung von Gebäuden (Definition) 

Grundsätzlich können alle Gebäude linear abgeschrieben werden. Dies bedeutet, dass in gleichen Jahresbeträgen angesetz wird.

Die degressive Abschreibung bedeutet dagegen ein Ansetzen in fallenden Jahresbeträgen. Sie ist  nur bei selbst hergestellten Immobilien zulässig oder auch bei Gebäuden mit Erwerb im dem Jahr der Fertigstellung, wenn der Bauantrag vor den unten angegebenen Zeitpunkten gestellt worden ist. Die degressive Abschreibung (AfA) kann man auch auf einen Grundbesitz im EU-Raum und im EWR-Raum anwenden.

Lineare Abschreibung Gebäude

Betriebsgebäude – Die Abschreibung für Betriebsgebäude, die zum Betriebsvermögen gehören und nicht zu Wohnzwecken dienen und für die der Bauantrag nach dem 31. März 1985 gestellt wurde, beträgt jährlich 3 Prozent. Beträgt jedoch die tatsächliche Nutzungsdauer des Gebäudes weniger als 33 Jahre, dann können anstelle der angegebenen Abschreibungen stattdessendie der tatsächlichen Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungen vorgenommen werden.

Die Afa-Tabelle Gebäude ist Teil der Abschreibungstabelle für allgemein verwendbare Anlagegüter (kurz: “AfA-Tabelle AV”). In dieser sind mögliche Nutzungsdauern geregelt, die kürzer als die Nutzungsdauern von weniger als 33 Jahren sind. Die Afa-Tabelle 2012/2013 lautet wie folgt:

Hallen in Leichtbauweise

14

Tennishallen, Squashhallen u.ä.

20

Traglufthallen

10

Kühlhallen

20

Baracken und Schuppen

16

Baubuden

8

Bierzelte

8

Pumpenhäuser, Trafostationshäuser und Schalthäuser

20

Silobauten  
aus Beton

33

aus Stahl

25

aus Kunststoff

17

AfA für private Neubauten und Altbauten nach 1985 – Bei Gebäuden, die nicht zum Betriebsvermögen gehören und die zu Wohnzwecken dienen und nach dem 31. Dezember 1924 fertiggestellt worden sind, beträgt die Abschreibung 2 Prozent pro Jahr. Beträgt die tatsächliche Nutzungsdauer des Gebäudes aber weniger als 50 Jahre, können anstelle der angegebenen Abschreibungen die der tatsächlichen Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungen angesetzt werden.

Private Altbauten bis 1985 – Bei Gebäuden, die nicht zum Betriebsvermögen gehören, sondern zu Wohnzwecken dienen und vor dem 1. Januar 1925 fertiggestellt worden sind, liegt die AfA bei jährlich 2,5 Prozent der Anschaffungskosten oder Herstellungskosten. Beträgt die tatsächliche Nutzungsdauer eines Gebäudes aber weniger als 40 Jahre, dann können anstelle der angegebenen Abschreibungen die der tatsächlichen Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungen vorgenommen werden.

Degressive Abschreibung für Gebäude/Immobilien

Bei Gebäuden, die vom Steuerpflichtigen hergestellt oder bis zum Ende des Jahres der Fertigstellung angeschafft worden sind, können alternativ als Abschreibung die folgenden Beträge abgezogen werden:

Betriebsgebäude vor 1994 – Bei Gebäuden, die zum Betriebsvermögen gehören und nicht zu Wohnzwecken dienen, die vom Steuerpflichtigen auf Grund eines vor dem 1. Januar 1994 gestellten Bauantrags hergestellt oder auf Grund eines vor diesem Zeitpunkt rechtswirksam abgeschlossenen obligatorischen Vertrags angeschafft worden sind, gelten folgende Sätze:

  • im Jahr der Fertigstellung und in den folgenden 3 Jahren jeweils 10 Prozent,
  • in den darauf folgenden 3 Jahren jeweils 5 Prozent sowie
  • in den darauf folgenden 18 Jahren jeweils 2,5 Prozent.

Betriebsgebäude und Privatgebäude vor 1995 – Bei Gebäuden, die zum Betriebsvermögen oder Privatvermögen gehören und Wohnzwecken dienen und die vom Steuerpflichtigen auf Grund eines vor dem 1. Januar 1995 gestellten Bauantrags hergestellt oder auf Grund eines vor diesem Zeitpunkt rechtswirksam abgeschlossenen obligatorischen Vertrags angeschafft worden sind, gelten folgende Sätze:

  • im Jahr der Fertigstellung und in den folgenden 7 Jahren jeweils 5 Prozent,
  • in den darauf folgenden 6 Jahren jeweils 2,5 Prozent sowie
  • in den darauf folgenden 36 Jahren jeweils 1,25 Prozent.

Wohngebäude zwischen 1989 und 1996 – Bei Gebäuden die Wohnzwecken dienen und die vom Steuerpflichtigen auf Grund eines nach dem 28. Februar 1989 und vor dem 1. Januar 1996 gestellten Bauantrags hergestellt oder nach dem 28. Februar 1989 auf Grund eines nach dem 28. Februar 1989 und vor dem 1. Januar 1996 rechtswirksam abgeschlossenen obligatorischen Vertrags angeschafft worden sind, gelten folgende Sätze:

  • im Jahr der Fertigstellung und in den folgenden 3 Jahren jeweils 7 Prozent,
  • in den darauf folgenden 6 Jahren jeweils 5 Prozent,
  • in den darauf folgenden 6 Jahren jeweils 2 Prozent sowie
  • in den darauf folgenden 24 Jahren jeweils 1,25 Prozent.

Wohngebäude zwischen 1996 und 2004 – Bei Gebäuden, die Wohnzwecken dienen und die vom Steuerpflichtigen auf Grund eines nach dem 31. Dezember 1995 und vor dem 1. Januar 2004 gestellten Bauantrags hergestellt oder auf Grund eines nach dem 31. Dezember 1995 und vor dem 1. Januar 2004 rechtswirksam abgeschlossenen obligatorischen Vertrags angeschafft worden sind, gelten folgende Sätze:

  • im Jahr der Fertigstellung und in den folgenden 7 Jahren jeweils 5 Prozent,
  • in den darauf folgenden 6 Jahren jeweils 2,5 Prozent sowie
  • in den darauf folgenden 36 Jahren jeweils 1,25 Prozent.

Wohngebäude zwischen 2003 und 2006 – Bei Gebäuden, die Wohnzwecken dienen und die vom Steuerpflichtigen auf Grund eines nach dem 31. Dezember 2003 und vor dem 1. Januar 2006 gestellten Bauantrags hergestellt oder auf Grund eines nach dem 31. Dezember 2003 und vor dem 1. Januar 2006 rechtswirksam abgeschlossenen obligatorischen Vertrags angeschafft worden sind, gelten folgende Sätze:

  • im Jahr der Fertigstellung und in den folgenden 9 Jahren jeweils 4 Prozent,
  • in den darauf folgenden 8 Jahren jeweils 2,5 Prozent und
  • in den darauf folgenden 32 Jahren jeweils 1,25 Prozent.

Trennung von Gebäudewert und Grundstück

Wenn der notarielle Kaufvertrag nicht Gebäudewert und Grundstück getrennt hat, dann muss zur Abschreibung im Nachhinein eine Aufteilung erfolgen. Der Wert des Grundstücks kann man zum Beispiel durch Bodenrichtwertkarten berechnen. Informationen zu Bodenrichtwerten geben Ihnen die Bewertungsstellen des zuständigen Finanzamts. Häufig sind die amtlichen Bodenrichtwertkarten aber auch kostenlos online abrufbar. 

Immobilien mit unterschiedlicher Nutzung

Wenn ein Gebäude in unterschiedlicher Weise genutzt wird, sind die unterschiedlich genutzten Gebäudeteile jeweils selbstständig abschreibungsfähig. Hierfür können unterschiedliche Abschreibungsmethoden verwendet werden, linear und degressiv. In den Einkommensteuerrichtlinien unterscheidet man hierzu folgende selbstständige Nutzungen:

  • Nutzung zu eigenen Betriebszwecken
  • Vermietung für fremde Betriebszwecke
  • Vermietung zu fremden Wohnzwecken
  • Nutzung zu eigenen Wohnzwecken

Berücksichtigung von Maklerprovisionen und Notargebühren

Die Maklerprovisionen und Notargebühren müssen anteilig dem Gebäude und anteilig dem zugehörigen Grundstück zugerechnet werden.

Alle Angaben ohne Gewähr – Stand Oktober 2012/November 2012

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